Fooocus: KI-Bilder auf dem eigenen Rechner

Fooocus erzeugt Bilder aus einer Textbeschreibung – und tut das auf deinem Rechner, kostenlos und ohne dass irgendetwas ins Netz geht. Kein Konto, kein Abo, keine Anmeldung. Sechs Anleitungen führen von der Installation bis zur Nachbearbeitung, in genau dieser Reihenfolge.

Kurz beantwortet: Für wen lohnt sich Fooocus?

Für alle, die keine laufenden Kosten wollen – und für alle, bei denen die Bilder den Rechner nicht verlassen dürfen. Das ist der eigentliche Grund, warum es in Kursen und Behörden zum Einsatz kommt: Was lokal läuft, wird nicht hochgeladen. Der Preis dafür ist Hardware – eine Grafikkarte mit etwa 4 GB Speicher ist die Untergrenze, mit 8 GB wird es angenehm. Ohne passende Grafikkarte rechnet Fooocus zwar, aber quälend langsam.

Die Reihe in sechs Folgen

Jede Folge baut auf der vorigen auf. Wer noch nie mit KI-Bildern gearbeitet hat, fängt bei Folge 1 an; wer Midjourney kennt und nur umsteigen will, kann bei Folge 3 einsteigen und Folge 1 später nachholen.

Einstieg: Installation und erster Render

Was Fooocus ist, was der Rechner mitbringen muss, Herunterladen, Entpacken, erster Start – und am Ende das erste eigene Bild. ca. 20 Minuten

Die Oberfläche

Presets, Seitenverhältnis, Seeds, History Log und der Advanced-Bereich. Welche Schalter am Anfang zählen und welche warten können. ca. 15 Minuten

Umstieg von Midjourney

Der direkte Vergleich beider Werkzeuge und eine Übersetzungstabelle für die vertrauten Parameter. ca. 10 Minuten

Prompts schreiben

Aufbau eines Prompts, warum nach 75 Tokens abgeschnitten wird und was BREAK dagegen tut. Mit Vergleichsbildern. ca. 20 Minuten

Styles

276 fertige Stile per Haken – man muss einen Stil also nicht beschreiben können, um ihn zu treffen. Und was beim Kombinieren passiert. ca. 10 Minuten

Inpaint: Bildteile gezielt ändern

Ein fast fertiges Bild retten, statt es neu zu würfeln: Details korrigieren, Objekte entfernen, Hintergrund tauschen. ca. 15 Minuten

Fooocus oder Midjourney?

Die Frage kommt so zuverlässig, dass sie eine eigene Folge bekommen hat. Die Kurzfassung:

FooocusMidjourney
Läuftauf deinem Rechnerin der Cloud
KostenkeineAbo, monatlich
Datenbleiben lokalgehen zum Anbieter
VoraussetzungGrafikkarte ab 4 GBein Browser
Ohne Internetfunktioniertfunktioniert nicht
StärkeKontrolle über jeden Schrittsehr gute Ergebnisse ohne Aufwand
Beides schließt sich nicht aus Geht es um Kundendaten, Personalakten oder Verträge, gehört nichts davon in die Cloud – da ist Fooocus die einzige gangbare Wahl. Geht es um Entwürfe und Ideen, ist die Cloud bequemer. Zu den Midjourney-Anleitungen →

Und danach?

Wer nach diesen sechs Folgen mehr Kontrolle will – jeden Rechenschritt einzeln steuern statt fertige Presets – landet früher oder später bei ComfyUI. Die Reihe dazu ist geplant. Alle anderen KI-Werkzeuge im Vergleich stehen auf der Übersicht KI-Tutorials. Wie die erzeugten Bilder in ein Handout oder eine Präsentation kommen, ohne sich mit dem Text zu schlagen, steht unter Dokumente.

RK

Ronny Kühn

Ausgebildeter Trainer in der Erwachsenenbildung · Graz

Fooocus ist das Werkzeug, das ich Kursteilnehmern zuerst zeige – weil es nichts kostet, nichts hochlädt und man in einer Viertelstunde das erste eigene Bild hat. Diese Reihe ist genau der Ablauf, den ich auch im Kurs gehe.

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