Claude-Reihe · Folge 0

Claude für Einsteiger: die ersten 15 Minuten

Kurz beantwortet

Du brauchst einen Browser und eine E-Mail-Adresse. Sonst nichts – keine Kreditkarte, keine Installation, kein Vorwissen. Das Anmelden dauert drei Minuten, danach kannst du sofort losschreiben. Und du kannst dabei nichts kaputt machen.

Es gibt hunderte Videos, die die Anmeldung zeigen. Die sind alle drei Minuten lang und erklären das Klicken. Nur: Am Klicken scheitert niemand. Wer KI noch nie benutzt hat, scheitert an vier Fragen – und die stellt kaum jemand laut. Diese Folge beantwortet genau die.

Claude AI für Einsteiger: Die ersten 15 Minuten

Von der Anmeldung bis zur ersten Antwort – live mitgemacht, ohne Abkürzung.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube geladen. Dabei erfährt Google deine IP-Adresse. Vorher passiert nichts. Direkt auf YouTube ansehen

Lieber lesen? Alles aus dem Video steht auch hier auf der Seite. Der Text ist keine Zusammenfassung, sondern die vollständige Fassung zum Nachschlagen.

Die vier Fragen, die fast niemand stellt

Der Kern dieser Folge. Wenn du nur eine Sache liest, dann diesen Abschnitt – besonders die vierte Frage.

Kostet mich Claude plötzlich etwas?

Nein. Es gibt einen kostenlosen Zugang, für den du keine Zahlungsdaten hinterlegst. Eine Bezahlversion existiert, die musst du aber aktiv abschließen – sie passiert dir nicht. Der Gratiszugang hat Nutzungsgrenzen: Wenn du viel an einem Stück arbeitest, sagt Claude irgendwann, dass du eine Weile pausieren musst. Das setzt sich nach ein paar Stunden zurück. Für alles in dieser Reihe reicht der kostenlose Zugang.

Was passiert mit dem, was ich eingebe?

Es geht auf einen Server im Internet, so wie bei deinem E-Mail-Postfach. Das ist kein Skandal, aber es heißt: Behandle es wie eine E-Mail an jemanden, den du nicht persönlich kennst. Eigene Texte, öffentliche Dokumente und deine Notizen sind unproblematisch. Personal-, Gesundheits- und Kundendaten gehören nicht hinein – nicht weil gleich etwas passiert, sondern weil das nicht deine Entscheidung allein ist.

Muss ich dafür technisch sein?

Nein. Es ist ein Textfeld. Du schreibst auf Deutsch hinein, was du willst. Du musst nichts installieren, nichts einstellen, nichts programmieren. Wenn du eine E-Mail schreiben kannst, kannst du das hier auch.

Und wenn ich es falsch mache?

Du kannst nichts kaputt machen und dich nicht blamieren. Es sieht niemand zu, es gibt keine Note. Passt eine Antwort nicht, schreibst du „nein, anders“ und probierst es nochmal. Genau das machen alle, die damit arbeiten, den ganzen Tag. Es gibt keine falschen Fragen – nur ungenaue.

Zur zweiten Frage gehört eine eigene Folge, und die kommt auch. Für heute reicht die Kurzfassung: Nimm zum Üben nichts Heikles. Womit man gut übt, steht weiter unten.

Konto anlegen – Schritt für Schritt

Fünf Handgriffe, keine Abkürzung. Wenn du mitmachen willst: Jetzt ist der Moment.

claude.ai in die Adresszeile

Nicht in die Suchmaschine tippen, sondern oben in die Adresszeile des Browsers. Bei einem Werkzeug, in das du später Dokumente lädst, willst du sicher sein, dass du auf der richtigen Seite bist.

Registrieren und E-Mail-Adresse eingeben

Es geht auch über ein bestehendes Google-Konto. Beides ist in Ordnung; mit E-Mail-Adresse bleibt weniger verknüpft.

Auf den Bestätigungscode warten

Der kommt per Mail und kann eine halbe Minute dauern. Wenn nichts ankommt: Spam-Ordner. Das ist der Punkt, an dem die meisten kurz denken, es hätte nicht funktioniert.

Code eingeben, Namen angeben

Der Name ist die Anrede im Gespräch, mehr nicht.

Fertig

Das war es tatsächlich. Kein Zahlungsmittel, keine Testphase, die sich verlängert, keine weiteren Angaben. Du bist drin.

Wo finde ich was?

Die Oberfläche kann eine Menge. Am ersten Tag brauchst du davon vier Dinge, und der Rest darf warten.

  • Das Textfeld unten. Hier schreibst du hinein. Absenden mit der Eingabetaste, Zeilenumbruch mit Umschalt + Eingabe.
  • „Neuer Chat“. Ein Chat ist ein Gespräch. Claude erinnert sich innerhalb eines Gesprächs an das, was vorher war – aber nicht von einem Gespräch ins nächste. Neues Thema heißt: neuer Chat. Das ist der wichtigste Punkt hier.
  • Die Liste links. Deine bisherigen Gespräche. Die bleiben stehen, du findest also alles wieder.
  • Die Büroklammer. Damit lädst du Dokumente hoch. Das ist das Thema der nächsten Folge – heute lassen wir sie liegen.

Zur Modellauswahl oben genau ein Satz: Lass die Voreinstellung. Die passt für den Anfang, und die Unterschiede merkst du erst, wenn du weißt, wonach du suchst.

Deine erste Frage

Drei Eingaben, in dieser Reihenfolge. Die dritte ist die, um die es eigentlich geht.

Eingabe 1 – der Grundvorgang
Erkläre mir in drei Sätzen, was ein Verein ist.

Es antwortet. Das ist der ganze Grundvorgang: Du fragst, es antwortet.

Eingabe 2 – nachfassen
Und jetzt so, dass es ein Kind versteht.

Achte darauf, was hier nicht steht: Ich habe nicht wiederholt, worum es geht. Das weiß Claude noch, weil wir im selben Gespräch sind. Das ist der Unterschied zu einer Suchmaschine – und der Grund, warum sich „neuer Chat“ zu merken lohnt.

Eingabe 3 – bewusst unbeholfen
also ich weiß nicht so genau ob das geht aber ich bräuchte irgendwie sowas ähnliches wie einen text für ein plakat

Kleingeschrieben, umständlich, ohne Punkt am Ende – so, wie jemand tippt, der sich unsicher fühlt. Und dann passiert das Entscheidende: Es korrigiert dich nicht. Es fragt nach.

Wenn du also nicht weißt, wie du etwas formulieren sollst, schreib es hin, wie du es einem Kollegen sagen würdest. Der Rest ergibt sich im Gespräch. Wie man gezielter fragt, wenn man mehr will als ein Gespräch, steht in Folge 1.

Jetzt du

Drei Dinge zum Ausprobieren

  1. Frag nach etwas, das du selbst gut weißt – aus deinem Fach, deinem Hobby, deinem Beruf – und prüf die Antwort.
  2. Frag nochmal nach: kürzer, einfacher, mit einem Beispiel.
  3. Mach einen neuen Chat auf und stell dieselbe Frage nochmal. Dann siehst du, was „neuer Chat“ bedeutet.

Punkt eins ist der wichtigste. Bei einem Thema, das du beherrschst, siehst du selbst, wo es gut ist und wo es danebenliegt – und musst es mir nicht glauben.

Womit du gut übst: eigene Texte, öffentliche Dokumente, Notizen, Entwürfe. Womit nicht: alles mit Namen, Gesundheits- oder Kundendaten darin. Die lange Fassung dazu steht auf der Übersicht der Reihe.

Folge 1: PDF zusammenfassen – aus 19 Seiten ein Handout

Jetzt hast du ein Werkzeug, mit dem man plaudern kann. Was du noch nicht hast, ist eines, das dir Arbeit abnimmt. Der Unterschied liegt darin, was du hineingibst – darum geht es als Nächstes. Mit Übungs-PDF zum Mitmachen.

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RK

Ronny Kühn

Ausgebildeter Trainer in der Erwachsenenbildung · Graz

Die vier Fragen oben sind keine Erfindung fürs Video. Es sind die Fragen, die in Kursen in der Pause kommen – leise, und meistens erst, wenn die anderen schon draußen sind.

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